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Wie Sie Ihre Krawatte richtig binden

Four-in-Hand-Knoten

1. Legen Sie zunächst die Krawattenenden um den Hals. Das breite Ende sollte etwa 25 Prozent länger sein.

2. Legen Sie nun das breite knapp unterhalb des Halses über das schmale Ende, so dass sich ein X ergibt.

3. Drücken Sie am Überkreuzpunkt das breite gegen das schmale Ende und ziehen Sie es darüber und gerade zum Ende heraus.

4. Führen Sie nun das breite Ende wieder zurück, diesmal aber unter dem schmalen Ende durch.

5. Ziehen Sie dieses Ende nach oben durch die Schlaufe, die sich gerade unterhalb des Halses gebildet hat. Lassen Sie es nun in gerader Linie am Hemd entlang   herunterfallen.

6. Führen Sie das breite Ende wieder nach oben bis oberhalb des Überkreuzpunkts und dann wieder (mit der Spitze zuerst) durch die Öffnung zwischen der Knotenvorderseite und dem geradlinig herunterhängenden schmalen Ende hindurch.

7. Halten Sie das schmale Ende zwischen den Fingern und schieben Sie den Knoten nach oben, bis er richtig sitzt.

Full-Windsor-Knoten

Ein edler und kräftiger Knoten mit britischem Flair. Dieser eher formelle Stil passt am besten zu Seidenkrawatten, die eine gewisse Dicke haben. Besonders lässig-elegant wirkt er in Kombination mit einem Spreizkragen. Im Sinne ausgewogener Proportionen verlangt ein solch relativ voluminöser Knoten nach einem größeren Kragen ‑ und wohl auch einem breiteren Gesicht. Auch Ihr Jackenrevers sollte von der Breite her dazu passen.


1. Nehmen Sie am besten eine längere Krawatte. (Wegen der zusätzlichen Wicklungen des Full-Windsor benötigen Sie mehr Stoff).

2. Legen Sie sich die Krawatte so um den Hals, dass die Enden vor Ihrer Brust zu liegen kommen. Lassen Sie am breiten Ende einen Überhang von etwa 30 cm.

3. Legen Sie das breite über das kurze Ende und führen Sie es dann durch die Schlaufe, die um Ihren Hals liegt, wieder nach oben.

4. Wickeln Sie das breite Ende um den entstehenden Mittelknoten und ziehen Sie es seitlich heraus.

5. Führen Sie das breite Ende horizontal über die Vorderseite der gesamten Konstruktion, so dass sich eine Art breiter Balken ergibt.

6. Führen Sie das breite Ende nach oben unter den Kragen und dann wieder zurück.

7. Lassen Sie das breite Ende auf der Vorderseite des Hemds herunterhängen.

   Ziehen Sie es nun nach oben und dann wieder durch die entstandene Öffnung in der Knotenmitte.

8. Halten Sie das schmale Ende der Krawatte zwischen Daumen und Zeigefinger und schieben Sie den Gleitknoten nach oben, bis er am Hals anliegt.

9. Ruckeln Sie vorsichtig am Knoten, bis er richtig sitzt.



Half-Windsor-Knoten

Dieser Knoten ist von der Größe her normaler als der leicht asymmetrische Four-in-Hand.

Sobald Sie die Methode erst einmal beherrschen, ist er aber genauso einfach zu binden.


1. Nehmen Sie eine Krawatte aus mittelschwerem bis schwerem Stoff. Legen Sie sie sich um den Hals, wobei das breite Ende ein paar Zentimeter tiefer hängen sollte.

2. Kreuzen Sie das breite Ende über dem schmalen Ende und auf der anderen Seite wieder zurück.

3. Ziehen Sie das breite Ende seitlich heraus. Führen Sie es zur Mitte zurück und dann nach unten durch die Schlaufe, die zwischen Hals und Krawattenvorderseite entstanden ist. Jetzt sollte erkennbar sein, wie sich ein Dreieck bildet.

4. Ziehen Sie das breite Ende seitlich heraus und führen Sie es erneut über die Knotenvorderseite und dann durch die Schlaufe. Richten Sie den Knoten, indem Sie das schmale Ende festhalten. Dabei sollte direkt unterhalb des Knotens ein kleines Grübchen entstehen.

Pratt-Knoten

Wird auch als Shelby-Knoten bezeichnet. Ein relativ unbekannter Knoten mit charakteristischer Dreiecksform, der seine Wurzeln beim US-Militär hat. Aufgrund seiner sehr hohen Breite an der Oberkante passt er vor allem zu Spreizkragen. Er verbraucht weniger Stoff als der Full-Windsor und eignet sich damit für kürzere Krawatten.


1. Lassen Sie die Krawattenenden mit den Nahtseiten nach außen an der Brust herunterhängen.

Es empfiehlt sich, den schmalen Teil etwa 15 cm oberhalb der Taille enden zu lassen.

2. Führen Sie das schmale über das breite Ende, so dass sich unterhalb des Halses ein X ergibt.

3. Fassen Sie das breite Ende mit der rechten Hand und führen Sie es über das schmale Ende am Hals zurück und dann weiter nach unten.

Ziehen Sie es nach rechts neben dem X wieder heraus.

4. Damit haben Sie den Anfang eines Pratt-Knotens ‑ ein bisschen nach rechts versetzt, was ihm später noch mehr Ausdruckskraft verleiht.

Ziehen Sie am Ende, um die Krawatte zu straffen.

5. Fassen Sie das breite Ende mit der rechten Hand und ziehen Sie es über den Knoten hinweg nach links heraus.

6. Wickeln Sie das breite zurück um das schmale Ende und stecken Sie es von unten durch das Loch.

7. Schieben Sie das breite Ende mit der Spitze zuerst nach unten durch den Knoten. Ziehen Sie das ganze nun straff und richten Sie den Knoten.

Fliege

Diesen Knoten zu erlernen ist nicht ganz leicht, aber trotzdem lohnend ‑ vor allem für Hochzeiten. Solange Sie keine große Fliege verwenden (die meist besonderen Anlässen vorbehalten ist), sollten Sie einen diskreten Kragen bevorzugen, etwa einen traditionellen Buttondown (wenn's etwas professorenhafter sein darf) oder einen kleinen Spreizkragen. Zu förmlichen Anlässen kann auch ein Umschlagkragen eine Überlegung wert sein. Und nur ein solcher passt auch wirklich zur klassisch-schwarzen Fliege.


1. Atmen Sie tief durch und stellen Sie sich auf ein paar Versuche ein. Wahrscheinlich müssen Sie mehrmals von vorn anfangen,

bis Sie die den Ablauf verstanden haben. Achten Sie vor allem aber auf die korrekte Länge Ihrer Fliege.

2. Legen Sie sich die Fliege um den Hals, wobei das rechte Ende etwas länger sein sollte. 

(Wir gehen hier davon aus, dass Sie Rechtshänder sind. Falls nicht, gehen Sie spiegelverkehrt vor.)

3. Führen Sie das lange über das kurze Ende, so dass Sie direkt unterhalb des Halses ein X erhalten.

4. Halten Sie das kurze Ende fest und führen Sie das lange Ende unter der Schlaufe um Ihren Hals durch, dann wieder auf der Oberseite zurück.

5. Werfen Sie sich jetzt dieses lange Ende über die Schulter, wo es erst einmal bleiben kann.

6. Nehmen Sie das kurze Ende und führen Sie es nach oben bis kurz unter den Hals. Bringen Sie es in eine horizontale Position.

Diese "Eieruhr"-Form sollte nun mit dem Mittelpunkt genau in der Brustmitte zu liegen kommen und flach anliegen.

7. Nehmen Sie jetzt das lange Ende von der Schulter und lassen Sie es vertikal über dem horizontalen Ende hängen.

8. Und jetzt kommt der Kniff: Greifen Sie das lange Ende mit der rechten Hand, führen Sie es hinter dem entstehenden mittig liegenden Knoten nach oben

‑ und zwar so sanft wie möglich ‑ und dann zurück durch die Schlaufe, die Sie dahinter fühlen können.

9. Die Teile sollten sich nun in der richtigen Position befinden. Als nächstes müssen Sie die Fliege in Façon bringen. Ziehen Sie dazu an der Spitze vorne rechts, während Sie die hinten links liegende Spitze festhalten. Verfahren Sie mit den Spitzen vorne links und hinten rechts genauso.

 

Im Endeffekt sollte die Fliege nicht nach oben oder unten geneigt und hinsichtlich der Vorwölbung und auch nur 70 bis 90 Prozent symmetrisch sein. Diese kleinen Unvollkommenheiten sollten Sie mit Stolz tragen, denn sie zeigen, dass Sie die Fliege selbst gebunden habe