Das Rennen des Jahrhunderts
GANT REPORTAGE

Das Rennen des Jahrhunderts

Das berühmteste Rennen der Welt ist immer ein Fest der hohen Geschwindigkeiten, der Begeisterung und des High-Tech-Engineering. Im Jahr 2016 allerdings wurde das übliche Ausmaß des hohen Dramas noch übertroffen. Treffen Sie die Spitzen-Rennfahrer des Jahres 2016: das großartige Porsche-Team.

  • Es war ein Rennen für die Geschichtsbücher.

    2016 hat das 24-Stunden-Rennen von Le Mans eine der
    spannendsten Schlussszenen in seiner bisherigen Geschichte geschrieben. Kommentatoren, die das Rennen live verfolgten, waren sprachlos; Fans, auch die 260.000 vor Ort, trauten ihren Augen nicht; Online-Reporter nannten das Rennen „das
    Jahrhundertrennen“.

    Solche Aussagen klingen aus Sicht der Gewinner natürlich immer anders. „Sag sowas nie zu früh, denn das Rennen ist noch lange nicht zu Ende“, behauptet Neel Jani, der mit Porsche ins Ziel fuhr, „aber es war ganz klar ein unglaubliches und dramatisches
    Ende.“

    Das Rennen hatte erst auf Grund starker Regenfälle einen zähen Start. Stundenlang rangelten Toyota, Porsche und Audi um die Führungsposition und Toyota konnte langsam seinen Vorsprung ausbauen. Toyotafahrer Kazuki Nakajima schien dem Sieg zum Greifen nahe, als in den letzten drei Minuten des Rennens sein Auto plötzlich ins Stocken kam. Er musste bremsen und hielt an und so zog Jani im Porsche 919 Hybrid an ihm vorbei
    und holte den Sieg.

    Porsche ist mit seinen 18 Triumphen der erfolgreichste Autohersteller in der Geschichte von Le Mans (zwischen 1981 und 1987 gewann Porsche sieben Mal in Folge). Für Neel Jani und seinen Kopiloten Marc Lieb war es der erste Sieg in Le Mans, wohingegen ihr Teamkollege Romain Dumas das Rennen bereits
    2010 gewann.







  • Für den Franzosen Dumas (Jani ist Schweizer und Lieb ist
    Deutscher) ist der Erfolg eine besondere Ehre: „Jeder in Frankreich
    verfolgt Le Mans, denn es ist das Rennen des Jahres. Ich
    habe schon oft gesagt, dass wir glücklich sein können, unsere
    Olympischen Spiele jedes Jahr austragen zu dürfen, denn wir
    bereiten einfach alles dafür vor. Wir bereiten uns vor, wir bereiten
    das Auto vor und wir entwickeln Autos, die mit dem Rennen zu
    tun haben. Auch in Zeiten einer Weltmeisterschaft ist Le Mans
    das wichtigste Rennen, das es zu gewinnen gilt. Für einen Rennfahrer
    ist es einer der bedeutendsten Wettkämpfe der Welt und
    jeder Rennfahrer, egal ob Teilnehmer oder Zuschauer, schaut auf
    Le Mans. Es ist sehr wichtig.“






  • Abgesehen von der kräftezehrenden Länge, so ist laut Jani
    die größte Herausforderung, dass man nicht weiß, auf was für
    Bedingungen man trifft.

    „Eine Schwierigkeit ist, wie sich die Bahn verändert“, sagt er.
    „Dieses Jahr hat es anfangs geregnet und zum ersten Mal in der
    Geschichte ist das Rennen hinter dem Sicherheitsauto gestartet.
    Nach einer Weile war alles trocken und über Nacht bekam die
    Strecke mehr Grip. Mit der Hitze am Morgen wurde es in den
    Kurven dann rutschig und der Grip ging verloren. Die Schwierigkeit
    liegt darin, sich auf die sich ändernden Wetterverhältnisse
    und damit neue Streckenbedingungen einzustellen, ohne dabei
    einen Fehler zu machen.“

    Zusätzlich zur Leistung des Autos müssen die Fahrer in
    Topform sein. „Du musst immer fokussiert und hoch konzentriert
    sein, also musst Du gesund und ausgeschlafen sein. Ich mache
    viel Cardiotraining – wandern, rudern, bergsteigen, Langlauf im
    Winter – aber auch viele Gleichgewichtsübungen, so dass man
    sich im Auto nur aufs Fahren konzentrieren kann und einen keine
    Wehwehchen oder Schwächen ablenken.“

    Für Romain steht fest, dass sie den diesjährigen Erfolg dem
    richtigen Team, dem richtigen Auto und dem richtigen Quäntchen
    Glück zu verdanken haben und er lüftet das Geheimnis:
    „Das Wichtigste ist, ein starkes Team zu haben. Die Leistung des
    Autos ist genauso wichtig wie die Leistung der Fahrer und der
    Mechaniker. Man braucht eine tolle Stimmung im Team und gute
    Kollegen, denen man vertrauen kann. Das macht einen Großteil
    des Erfolges aus. Aber darüber hinaus braucht man auch ein
    bisschen Glück. Die letzten fünf Minuten haben wir so nicht
    erwartet. Alles andere wäre gelogen.“

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     Für Marc Lieb war das Drama der letzten Minuten eine lehrreiche
    Erfahrung und er führt aus: „Da waren ein paar harte Momente dabei.
    Da steigt die Enttäuschung, wenn man zu akzeptieren beginnt,
    dass man als Zweiter über die Ziellinie fährt. Dann ändert sich alles
    und man sieht das andere Auto stoppen. Man fühlt mit dem Gegner,
    der jetzt genau das Gleiche durchmachen muss, und freut sich
    gleichzeitig, da man weiß, dass man den Sieg heimholen kann.
    Das habe ich davor noch nie erlebt und werde es wahrscheinlich
    auch kein zweites Mal erleben, denn so viele verschiedene Gefühle
    in zehn Minuten zu haben ist einfach nur verrückt.“

    Er sagt, dass Le Mans eine der großen Herausforderungen im Sport ist:
    „Es ist der Mount Everest, den man immer erklimmen und für sich
    bezwingen möchte. Das zu schaffen war wirklich etwas Besonderes.“

     

     

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